Sonntag, 17. August 2014

Reisebericht Allgäu-Urlaub 2014 kompakt

Da vielleicht Einige von euch erst später eingestiegen sind und doch Interesse haben, meinen Reisebericht vom Allgäu-Urlaub in zeitlicher Abfolge zu lesen, hier die Links dazu in der richtigen Reihenfolge:

Tag 1+2
Tag 3
Tag 4
Tag 5
Tag 6
Tag 7
Tag 8
Tag 9+10
Viel Spaß dabei, wünscht euch

Unser Urlaub im Allgäu ~ Mein Reisebericht Tag 9+10

Am vorletzten Tag machten wir eine Wanderung auf das Rubihorn. Eine mittelschwere Bergwanderung über schmale und ausgesetzte Pfade, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert.

Ich habe vor langer Zeit diese Wanderung mit meinem Vater gemacht und wollte sehen, ob ich es noch schaffe. Damals sind mein Vater und ich allerdings vom Rubihorn noch weiter zum Nebelhorn gewandert und von Oberstdorf dann zurück zum Parkplatz Reichenbach.

9. Tag Sonntag, 22.06.2014:

Wir starteten recht früh, das heißt, mein Mann und ich standen um 5.30 Uhr auf, tranken unseren Tee zum Wachwerden, machten uns fertig, packten den Rucksack und fuhren gegen 6.45 Uhr zusammen mit meinem Vater los zum Parkplatz nach Reichenbach.

Um 7.15 Uhr starteten wir also unsere Wanderung vom Parkplatz Reichenbach (815 Höhenmeter) Richtung Rubihorn.

Beim Aufstieg haben wir recht wenig Fotos gemacht, da wir nicht die ganze Zeit anhalten wollten. Es war früh und noch angenehm kühl, wir wollten bevor es zu heiß wurde möglichst schon das meiste vom Weg geschafft haben, so dass wir auf dem Rückweg sind, wenn es warm wird.

Unser Weg führte zunächst über die Teerstraße bis zur Gaisalpe. Man kann zwar auch den Tobelweg gehen, aber den wollten wir erst auf dem Rückweg nehmen, da auch dieser schon etwas beschwerlich ist.
Ein erster kleiner Halt an der Gaisalpe, um etwas durchzuatmen. Die Gaisalpe war leider noch geschlossen, so dass ein Toilettengang noch nicht möglich war. Hm, mein Tee wollte raus....naja..es gab ja auch noch Bäume unterwegs. ;-)

Hier ein Blick nach oben, kurz bevor wir den Unteren Gaisalpsee erreichten. Immer das Ziel vor Augen, der Gipfel vom Rubihorn.

Um 9.15 Uhr ca. erreichten wir dann den Unteren Gaisalpsee. Herrlich dieser Anblick. Noch kaum Leute unterwegs und diese Ruhe. Wir machten eine kleine Pause von ca.10 Minuten am See und genossen den Anblick. Hunger hatten wir nicht wirklich, wir hatten zwar etwas dabei, aber man ist so konzentriert auf sich, dass man kaum ein Hungergefühl hat.

Hinter uns dann die nächsten Wanderer. Hier sieht man auch, welche Höhenmeter wir bis hier schon hinter uns haben. Der See liegt bei 1508 Höhenmeter. 

Im linken Bildbereich seht ihr den Weg, der uns hoch zum Gipfel (rechts) führt. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, dort am See zu sein und a) zu wissen, was man schon geschafft hat und b) zu sehen, was man noch vor sich hat.

Weiter ging es also. Wir gingen also den oben gezeigten Weg und ab jetzt ist der Aufstieg auch schon recht steil. Daher nur wenige Fotos von dem Weg.
Nachdem wir den Weg fast geschafft haben, hat man diesen Ausblick. Ihr seht, wir sind also schon recht weit oben. Hier der Blick zum Gaisalphorn.

Dieser schmale Weg führt uns weiter hoch. Man sieht hier schön, wie es steil hinunter geht.

Um ca. 11.15 Uhr erreichten wir dann das Gipfelkreuz. Es ist unglaublich schön dort oben. Wir waren auch nicht die Einzigen, die so früh unterwegs waren. Da wir auf dem letzten Stück auch recht oft angehalten haben, um durchzuschnaufen, haben wir auch ca. 45 Minuten länger gebraucht als normal. Aber das ist völlig egal, es kommt hier nicht unbedingt auf die Zeit drauf an. Der Weg ist das Ziel und wenn man früh genug unterwegs ist, hat man ja auch alle Zeit der Welt. Wir haben auch recht oft einfach nur die Aussicht genossen.
Am Gipfelkreuz hat man nur wenige Schritte und dann geht es ganz steil hinunter.

Hier der Beweis, dass ich auch tatsächlich dort oben war und rechts im Bild mal zur Verdeutlichung, wie knapp der Platz dort oben ist.

Dies ist der Blick nun von oben auf den See, an dem wir noch vor Kurzem standen und hinauf geblickt haben. Links vom See seht ihr das Gelände, welches wir zu bewältigen hatten. Der Berg im Hintergrund vom See ist der Entschenkopf.

Der Ausblick auf der anderen Seite runter ins Tal nach Oberstdorf und in die Allgäuer Alpen.

Der Blick zum Nebelhorn (zweiter Gipfel von rechts). Man kann das Nebelhornhaus erkennen und einige Menschen.

Hier mal näher rangezoomt. Dort waren wir noch am Tag zuvor.

Im Hintergrund der Hochvogel 2592 m.

Hier der Hohe Ifen und das Gottesackerplateau. Wir genießen diese tolle Aussichten sehr. Wunderbare Bergwelt. Ich erinnere mich daran, dass ich mich schon damals ganz toll dort oben gefühlt habe. Man ist stolz darauf, dass man es bis dort oben hin geschafft hat.

Genug ausgeruht. Solangsam bereiteten wir uns auf den Abstieg vor.

Wir wählten den gleichen Weg zurück. Ab jetzt haben wir mehr Bilder gemacht. Hier sieht man schön, wie steil der Weg nach oben ist und wie er im Zick-Zack verläuft. Hier ist es ganz wichtig, dass man aufpasst, um nicht auszurutschen auf dem Geröll.

Nochmal weiter unten ein Blick zurück nach oben. Erkennt ihr die Menschen?

Ein anderer Wanderer machte uns auf die Gämse aufmerksam, die wir vermutlich übersehen hätten. Sie war ganz alleine unterwegs. Seht ihr sie?

Fast haben wir es geschafft und den See wieder erreicht.

Die Sonne knallte mittlerweile ganz schön und wir waren froh, schon auf dem Rückweg zu sein. Ich war auch froh, dass ich eine Mütze auf hatte. Da es doch recht frisch ist, oben auf dem Berg, merkt man gar nicht, was die Sonne für eine Kraft hat und bekommt dann schnell einen Sonnenstich.

Weiter unten am See angekommen, treffen wir auf diesen Bergweißling. Da geht mein Herz ja noch weiter auf.

Wir legten eine Pause am See ein, aßen ein klein wenig, aber hatten noch immer keinen großen Hunger. Ich glaube man ist viel zu voll mit Adrenalin, so dass man gar nichts zu sich nehmen muss.
Wieder der Blick auf den Gipfel, den wir zuvor bezwungen hatten. Klasse.

Ich konnte gar nicht still sitzen. Ich musste mit meiner Kamera umherlaufen und die Flora und Fauna festhalten. Hier im Bild ein Bachnelkenwurz.

Diese Kugelblumen fand ich absolut niedlich mit den Blütenstaubgefäßen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber nach meinen Recherchen müsste es ein Braunscheckauge sein. Zumindest ein Augenfalter. ;-) Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Nach der Pause ging es dann weiter bergab. Ihr seht, wie steil der Weg schon bis zum See verläuft. Auch hier sind schon leichte Passagen etwas ausgesetzt und steil, zum Teil sogar mit Seil versichert.

Recht felsig ist der Weg auch zum Teil. Konzentration ist wichtig, dass man nicht ins Rutschen gerät.
Ich war auch sehr froh, die Stöcke dabei zu haben.

Nicht so gut zu erkennen, aber wir halten uns an dieser Passage auch an einem Seil fest. Links geht es recht steil bergab und der Pfad ist recht schmal.

Nach einer ganzen Weile haben wir die steilsten Pfade geschafft. Jetzt wieder mal ein Blick zurück. Hinter der Senke mittig im Bild, versteckt sich der Gaisalpsee, an dem wir eben noch waren.

Und wieder ein ganzes Stück später, kurz vor der Gaisalpe. Mein Papa und ich im Gleichschritt.

An der Gaisalpe war ganz schön was los. Herrlichstes Wetter, eine tolle Wanderung fast hinter uns gebracht, machten wir erstmal eine Pause dort. Wir tranken etwas. Mein Mann und mein Papa ein Bier und ich ein Spezi, denn ich musste ja etwas später noch das Auto fahren. Hier wieder mal der Blick zurück, dort oben rechts auf dem Gipfel waren wir also.

Wir machten uns weiter auf den Weg nach unten und gingen jetzt den Tobelweg. Man kann auch hier schon sehen, dass dieser Weg auch recht steil und beschwerlich ist und es war gut, dass mein Vater entschieden hat, diesen Weg erst zum Schluss zu gehen.

An uns vorbei rauscht der Gaisalpbach. Es geht über Treppen und Brücken.

Ein Blick zurück nach oben. Auch hier sieht man gut, wie steil es schon hier ist.

Wasseramseln beim Balzen. Tolles Erlebnis, nun haben wir endlich mal die Wasseramseln in der Natur gesehen.

Der Gaisalpbach plätschert vor sich hin und wir sind nun fast wieder am Parkplatz in Reichenbach. Nur noch ein paar Meter über den Teerweg und wir haben es geschafft.

Die letzten Meter bis zum Parkplatz. Eine wunderbare Wanderung haben wir nun hinter uns. Voller Eindrücke machen wir uns auf zum Auto und fahren wieder heim. Meine Mutter erwartete uns schon sehnsüchtig. Sie hatte sich natürlich ein wenig gewundert, warum es fast 17 Uhr ist, als wir heimkamen, aber wir haben halt etwas länger als normal gebraucht. Zum Einen sicherlich, weil mein Vater mit 76 und 2 neuen Hüften nicht mehr solche Schritte machen kann wie früher und natürlich auch, weil wir öfter stehen geblieben sind und Fotos gemacht haben.
Wir tranken zur Erfrischung im Garten unserer Hausherren ein Bierchen und Spezi und erzählten von unseren Erlebnissen.
Mein Schwager und mein jüngerer Neffe, die am heutigen Tag auch im Allgäu angekommen waren, kamen auch noch kurz vorbei, um uns zu besuchen. Dann machten wir uns frisch und ließen den Tag mit einem guten Essen in den Schreinerstuben ausklingen.

Nach dem Essen gingen wir recht früh zu Bett, da wir doch ziemlich geschafft waren.

10. Tag, Montag, 23.06.2014:

Der letzte Tag im Allgäu, bevor wir am Dienstag heim fuhren.

Wir hatten mit meinen Eltern abgesprochen, dass jeder für sich diesen Tag gestaltet. Wir wollten nochmal nach Oberstdorf, meine Eltern nach Fischen.
Zunächst aber wieder, wie jeden Morgen, erstmal ein Tee im Bett, danach Frühstück und dann fuhren wir gegen 10 Uhr los.

Wir fuhren zunächst nach Fischen, brachten dort das Leergut weg und dann direkt weiter nach Oberstdorf.
Wir bummelten ganz entspannt, ich mit etwas Muskelkater in den Beinen, durch Oberstdorf. Die Kamera natürlich dabei und hier und da ein paar Bilder gemacht. Wir gingen dieses Mal ein paar andere Wege, als letztes Mal. Etwas wehmütig waren wir schon, denn wir wussten, am nächsten Tag geht es nach Hause.

Unsere Impressionen in Oberstdorf:
Herrlich bepflanzte Verkehrsinsel.



 Schöne alte Häuser, interessant bemalt...

 ...oder ziemlich naturbelassen.

Als wir dann wieder zu Hause waren und auf dem Balkon saßen, hatte ich noch das Glück, ein Taubenschwänzchen zu erwischen.


Leider nicht ganz scharf, denn das Taubenschwänzchen ist sowas von flink, ich war froh es wenigstens so erwischt zu haben.

Ich bummelte am Nachmittag noch mit einen Eltern zum Minigolfplatz, mein Vater setzte sich dort noch hin und nahm Abschied von Obermaiselstein. Meine Ma und ich bummelten zurück, denn es fing auch an zu regnen.
Nun hieß es Koffer packen, Reise bezahlen und von den Hausherren verabschieden.
Abends schauten wir dann noch mit meinen Eltern zusammen Fußball, dann ging es ins Bett.

11. Tag, Dienstag, 24.06.2014: Abreisetag

Am Dienstag, um 3.20 Uhr standen wir auf, machten uns fertig und fuhren gegen 3.45 Uhr los. Es regnete, unser Tank war ziemlich leer und die Tankstelle leider geschlossen. Ich war erst entspannt, als wir auf der Autobahn eine Tankstelle gefunden haben, die geöffnet hatte.
Ich bin bis Rothenburg gefahren, dann hat mein Mann übernommen. Ich war irgendwie angeschlagen, mir tat der Rücken weh und ich war auch noch recht müde.

Um 9.30 Uhr sind wir dann bereits in Siegburg angekommen, wir packten das Auto aus und ruhten uns dann erstmal aus.

Die restlichen Urlaubstage verbrauchten wir in Siegburg. Natürlich musste Wäsche gemacht werden und ich pflanzte unsere Edelweißpflanze auf dem Balkon ein. So entstand dort ein kleines "Allgäueckchen".

Schön war der Urlaub im Allgäu und weil es uns so gut gefallen hat, werden wir auf jeden Fall dort öfter hin fahren.
Ich hoffe euch haben meine Reiseberichte gefallen. Für mich war die Aufarbeitung jedes Mal ein Genuss, denn so habe ich noch viel länger von den schönen Erlebnissen etwas gehabt.

Danke für eure Aufmerksamkeit.

Sonntag, 3. August 2014

Unser Urlaub im Allgäu ~ Mein Reisebericht Tag 8

Der heutige Ausflug führt uns zunächst auf das Nebelhorn und dann nach Spielmannsau, zur Alpe Oberau.

8. Tag, Samstag, 21.06.2014:

Als wir vor einigen Tagen in Oberstdorf waren und uns die Nebelhornbahn angeschaut haben, beschlossen mein Mann und ich, auf jeden Fall einen Tag damit zu fahren und uns das Nebelhorn genauer anzusehen. Meine Eltern wollten das nicht, da sie dort oben schon waren, so dass sie für sich geplant hatten, eine Wanderung von Oberstdorf aus nach Spielmannsau zur Alpe Oberau zu machen. Genau dorthin, wo wir am 4. Tag schon mit dem Bus hin fahren wollten, aber den Bus verpasst hatten.

Wir fuhren zunächst gemeinsam nach Oberstdorf, parkten an der Nebelhornbahn und verabschiedeten uns. Mein Mann und ich kauften uns Karten für die Berg- und Talfahrt. Stolze 59 € kostete uns das Vergnügen, aber das war es uns wert. Immerhin durften wir dafür ca. 45 Minuten anstehen. ;-)

Einige Spaßvögel meinten, sich einfach mittedrin in der Reihe anstellen zu können, aber da haben sie die Rechnung ohne meinen Mann gemacht. ;-) Tja, sie entschlossen sich dann anscheinend, es später nochmal zu probieren.

Aber nun los, auf zum Nebelhorn.

Hier die Übersichttafel unten an der Talstation der Nebelhornbahn. Wir hatten ja Zeit und konnten diese noch ein wenig "studieren".

Da soll es gleich hoch gehen.

Aber noch dauert es einen kleinen Moment. Rechts im Bild könnt ihr sehen, wie die Schlange aussah, in der wir drin standen. ;-) Drinnen ging es übrigens noch weiter im Zick-Zack.

Hier ein Bild aus der Bahn raus fotografiert. Wie schon erwähnt, früher kam mir die Bahn viel größer vor, aber es passten schon eine Menge Leute (60 Personen) rein. Der Bahnführer erzählte, dass sie momentan die Gondel aber nicht ganz voll machen würden, damit man noch gut stehen kann.


Zweimal musste man umsteigen. Einmal an der Station Seealpe und dann nochmal hier an der Station Höfatsblick.

Wir beschlossen erstmal bis ganz nach oben zu fahren und bei der Talfahrt jeweils nochmal einen Stopp einzulegen und dort etwas zu spazieren.

Also ging es erstmal weiter rauf. Hier ein Blick nach unten aus der Bahn, kurz vor der Gipfelstation.
Schon jetzt sehr beeindruckend und natürlich mit Nebel.

Oben angekommen, schnell das Gipfelkreuz ohne Menschen fotografiert. Da es noch recht früh war, waren noch nicht ganz so viele Menschen dort oben. Frisch war es dort oben, ca. 6°C. Wie gut, dass wir uns eine Jacke eingesteckt hatten.

Etwas vom Gipfelkreuz entfernt kann man auf den ungesicherten Wanderweg gehen. Warnhinweise, dass man das alpine Gelände und ungesicherte Gelände betritt überall und das nicht umsonst, denn es geht wirklich steil bergab. Hier könnt ihr im Nebel erkennen, wie tief es runter geht. Klar, wir sind hier immerhin auf 2224 m ü.Nn.

Auch hier geht es sehr in die Tiefe.

Der Berg machte seinen Namen auf jeden Fall alle Ehre. Hier der Blick zum Gipfelkreuz hin. Überall waren Fotoleinwände aufgestellt. Eine Installation im Rahmen des Oberstdorfer Fotogipfels.

 Nebel, Nebel, Nebel...schade, aber so ist das, auf dem Nebelhorn.

 Keine Nebelkrähe, sondern eine Alpendohle saß da im Gras.

Blick zum Hindelanger Klettersteig, der auf dem Nebelhorngipfel startet. Man Papa hat unter anderem, auch diesen Klettersteig vor Jahren schon mal bewandert. Vor vielen Jahren bin ich sogar mal mit ihm eine mehrtätige Tour gewandert und zwar den Heilbronner Weg. Ich weiß nicht mehr, wie alt ich da war, aber ich habe noch gute Erinnerungen daran. In meinen Erinnerungen ist auf jeden Fall hängen geblieben, dass wir dort in der Nacht Hagel hatten und die Hagelkörner Golfball groß waren.

Aber ich will nicht abschweifen...weiter geht es.
Nachdem wir oben alles gesehen hatten und wir ziemlich durchgefroren waren, fuhren wir eine Station tiefer zur Station Höfatsblick.

Hier ein Blick von dort nach oben auf den Gipfel. Zu erkennen an dem Ende der Seile. ;-)

Am Spätnachmittag sollte hier ein Gottesdienst im Rahmen des Sommersonnenwendfestes stattfinden. Ich nehme an, dass dies der Altar dafür ist.

An dieser Station gibt es mehrere Wanderwege die man laufen kann und einen Panoramaweg, den wir gegangen sind. Hier ein Blick auf eine ankommende Bahn, im Hintergrund der Zeigersattel und der Schattenberg.

Jede Menge Tandemflieger bzw. Gleitschirmflieger, waren dort oben zu sehen. Das macht bestimmt Spaß.

Mir macht es schon Spaß, wenn ich beim Wandern auf so lustige Gesellen, wie diesem Kleinen Fuchs hier stoße, der auf einer Kugelblume seinen Nektar trank.

 Wie gesagt, wir spazierten ein wenig auf dem Panoramaweg, der hier zu sehen ist.

Am Liebsten fotografiere ich ja Blümchen und ich kam auch auf dem Nebelhorn voll auf meine Kosten. Ich habe ganz viele Pflanzen gesehen, aber da ich euch nicht damit langweilen möchte, zeige ich hier nur ein paar davon. Zum Beispiel links, die kugelige Teufelskralle und rechts das Waldläusekraut oder vermutlich genauer das kopfige Läusekraut.

Ich bin kein Experte und die Bestimmung der Flora und Fauna geschieht mit ganz gefährlichem Halbwissen und Recherche in Bestimmungsbüchern und im Netz. Sollte ich hier was falsches schreiben, so korrigiert mich bitte. Ebenso, wenn ich hier in meinen Berichten Berge evtl. falsch benenne. Korrigiert mich bitte auch hier.

Vom Panoramaweg aus blickt man auf den Zeigersattel (Vordergrund-nah rangezoomt), im Hintergrund links der Kleine Höfats und rechts, im Nebel, der Höfats. Beindruckende Ausblicke hat man da oben auf dem Nebelhorn, wenn nicht gerade viel Nebel da ist.


Nachdem wir genug an der Station Höfatsblick rumgelaufen waren und viel gesehen hatten, fuhren wir eine Station weiter runter. Nun waren wir an der Station Seealpe angekommen.

Ganz großen Alarm machten die Kühe hier mit ihren Glocken. Sie wurden von den Hirten von einer Seite der Weide, auf die andere getrieben. Mittendrin läuft der Wanderweg und einige Wanderer fühlten sich bestimmt nicht ganz so wohl, als die Tiere den Weg kreuzten.

Nachdem die Tiere die Seite der Weide gewechselt hatten, spazierten wir in Richtung eines Speichersees, der als Wasserspeicher für Beschneiungsanlagen künstlich angelegt wurde.

Dann fuhren wir weiter runter ins Tal.
Nochmal ein Blick nach oben. Am Himmel könnt ihr einige Gleitschirmflieger erkennen.

Der Blick auf Oberstdorf aus der Gondel heraus fotografiert. Links, in meinem Copyright könnt ihr die Skisprungschanzen erkennen.
Das war ein toller Ausflug, zwar hatten wir nicht ganz so klare Ausblicke, weil es oben doch noch recht neblig war, aber wir waren mit Sicherheit nicht das letzte Mal dort.
Während wir in der Gondel auf dem Weg zur Station Seealpe waren, rief mein Papa an, wo wir denn wären. Meine Mama und mein Papa waren zu dem Zeitpunkt gerade in Spielmannsau an der Alpe Oberau angekommen. Wir teilten mit, dass wir noch ein wenig brauchen, aber dann auch dort hin kommen würden.

Nachdem wir nun unten im Tal angekommen waren, gingen wir zum Auto und versuchten irgendwie zum Parkplatz Renksteg zu kommen. Allerdings hatten wir keine Karte und unser Navi führte uns ständig im Kreis, denn genau zu der Straße, zu der wir wollten, war eine Baustelle und kein Durchkommen. In Oberstdorf gibt es dann auch doch einige Einbahnstraßen, oder für Fahrzeuge gesperrte Straßen.

Nach einiger Zeit stellten wir das Navi ab und fuhren nach der Erinnerung, denn wir waren ja am 4. Tag schon an dem Parkplatz Renksteg, zu dem wir mussten. Wir fuhren also außen herum, mit Sicherheit ein Umweg, aber zumindest kamen wir so an. Zwar war nun der Bus, den wir erreichen wollten schon lange weg, aber egal. Wir parkten und stellten uns an die Bushaltestelle.
Hier der Blick von der Bushaltestelle nach Spielmannsau. Wir standen nicht lange, dann kam ein Bus und nahm uns mit. Es war zwar eine Fahrt außer der Reihe, aber der/die Busfahrer/in (man konnte es nicht erkennen) dachte da ganz praktisch und nahm uns mit. Sehr nett, so waren wir doch fast 20 Minuten früher an der Alpe.

Aus dem Bus ausgestiegen, waren es nur noch wenige Meter bis zur Alpe Oberau.


 Der Blick auf Spielmannsau und die Endbushaltestelle.

Mein Papa schaute ganz ungläubig, als wir ankamen, denn kurz zuvor hatten wir angerufen, er war der Meinung, dass es sich schon gar nicht mehr lohnen würde, doch uns reichte auch eine gute Stunde an der Alpe. ;-) Wir sagten, wir wären zu Fuß gegangen, aber das glaubte er uns nicht. Immerhin waren meine Eltern gut Eindreiviertel Stunden bis dorthin gelaufen, das konnten wir nie im Leben in 20 Minuten geschafft haben. ;-)
Ok. Erwischt...:-) wir klärten ihn auf.

Wir machten erstmal Brotzeit, denn wir waren nun doch schon etwas hungrig, auch wenn wir oben auf dem Nebelhorn eine Kleinigkeit zu uns genommen hatten.

 Sehr schön dekoriert die Alpe und sehr nette Leute, die diese Hütte bewirtschaften. Wolfgang und Monika. Meine Eltern kennen die natürlich schon.

Hier einige Trophäen. Ganz schön groß die Glocken, was? Ich glaube, solche Glocken in der Größe bekommen die Kühe um, wenn Viehscheid ist.

Kurz bevor wir gehen wollten, kam dieser kleine Bläuling angeflogen und setzte sich auf meiner Hand nieder. War gar nicht so einfach, einigermaßen scharfe Bilder mit links zu fotografieren. Ein tolles Erlebnis. Früher....wäre ich vermutlich davor weggerannt, weil ich fand die früher ..."eklig von nahem". Er wollte sich gar nicht von mir trennen, selbst nicht als ich aufgestanden bin und einge Schritte gelaufen bin.

Kurz bevor wir in den Bus stiegen, sahen wir noch diese schöne Wiesenkapelle.

Der Bus fuhr uns dann bis Renksteg und dort stiegen wir in unser Auto und fuhren heim.

Ein schöner Tag ging wieder mal zu Ende.

Abends schauten wir dann noch zusammen das Spiel Deutschland gegen Ghana, das 2:2 ausgegangen ist.

So, das war der 8. Tag. Das Urlaubsende naht, aber 2 Tage habe ich noch, von denen ich euch bald berichten möchte.

Ich hoffe euch hat die Wanderung heute gefallen. Schönen Tag euch.